Montag, 26. November 2012

Die Schrauberlinge

Als wir heute bei Sonnenschein so in unserem roten Mustang auf dem Highway unterwegs waren hatten wir endlich mal wieder ein paar Ideen für unseren Bolg. Der Mustang, aka das Pony, hatte ja von Anfang an mit seinen vierzig Jahren die ein oder andere Macke und wir zwei Ahnungslosen hatten beschlossen uns da einzufuchsen und ein bisschen was zu reparieren.

Das erste Problemchen: Der Tacho zeigte nichts an, ist uns bei der Probefahrt noch nichtmal aufgefallen, wir hatten die rosarote Brille auf *lach* Außerdem hatte die Heizung einen Knopf zu wenig und funtionierte daher nicht, die Kofferraumklappe hatte Spiel und klapperte und irgend ein Vorbesitzer hatte hässliche aber nicht funktionierende Nebelleuchten unterm Kühlergrill montiert, die mussten definitiv weg! Wir haben also die Tage mal Google bemüht und versucht uns schlau zu lesen, wie zum Teufel repariert man einen Tacho, der auf Null klebt?
Tja und dann hieß es: "Rein in die Schrauberklamotten und rann ans Pony!" Und was soll ich sagen? Wir haben es tatsächlich alles hingekriegt. Der Tacho zeigt was an (wir sind nur nicht sicher ob das auch stimmt *lach*), die Kofferraumklappe ließ sich tadellos einstellen, die Nebelleuchten sind abgeschraubt und wir haben noch so einiges mehr aus dem Cockpit ausgebaut, saubergemacht, neu lackiert und auch erfolgreicht wieder eingebaut. Und als wir so ganz stolz auf uns selbst am Wochenende auf dem Sofa saßen, gab einfach der Wäschetrockner den Geist auf. Wir, nicht faul und noch ganz auf unseren Schraubertrip, haben uns gleich ins WWW gestürzt,ein Mulimeter im Baumarkt besorgt und mit Googles Hilfe das kaputte Relais ausfindig gemacht und ein Ersatzteil bestellt. Das war heute in der Post, wird später eingebaut, drückt uns die Daumen, dass die Kiste dann wieder läuft ;-)

Achja und das Projekt Außenspiegel läuft gerade noch nebenbei. Das Pony hatte keine Außenspiegel als wir es kauften (das ist sogar uns bei der Probefahrt aufgefallen) und wer schonmal ohne gefahren ist, weiß, dass man die viel öfter benutzt als man denkt. Ich kann garnicht verstehen wie die mal einer abschrauben konnte *kopfschüttel* Patti hat jedenfalls welche im Internet gefunden für unser Baujahr und die sind vor ein paar Tagen hier eingetrudelt. Patti hat schon fleißig alte Farbe abgeschmirgelt und neu lackiert und die Dinger sehen echt wieder ganz gut aus. Mal sehen, wann wir die anbauen, wir freuen uns auf jeden Fall schon drauf.


Ansonsten neigt sich gerade ein langes Wochenende dem Ende zu, am Donnerstag war Thanksgiving und wir waren bei Phil, meinem Chef, zum Turkeyessen eingeladen. Wir haben alle viel zu viel gegessen, wie sich das für Thanksgiving gehört und den Tag gemütlich auf dem Sofa ausklingen lassen, war echt schön. Morgen muss ich wieder zur Arbeit, Patti hat noch zwei Tage frei und freut sich schon drauf im Bett liegen zu bleiben, wenn ich morge früh um sechs aus den Federn kriechen muss *grummel*

Au ja, und dann waren wir heute bei Aldi, ein Großeinkauf war mal wieder fällig. Zu unserer großen Freude gab es ganz viele Deutsche Weihnachtsüßigkeiten und wir haben uns erstmal richtig eingedeckt, YEA!

Sonntag, 11. November 2012

Unser Rundreise im mittleren Westen der USA im Oktober 2012



von Marion Narten

Wie geplant, haben wir den USA-Aufenthalt von Maike und Patrick und den Indian Summer zum Anlass genommen einen Urlaub im mittleren Westen zu verbringen. Nach einer langen Tagesreise eigenes Auto-Flieger1- Flieger2-Mietwagen sind wir am späten Abend in Hendersonville angekommen und haben dank Handy – nicht dank Navi die Heimat unserer Kinder gefunden. Nach einer stürmischen Begrüßung – Muck hat sich riesig gefreut -, haben wir nach eine Hausbesichtigung bei einer leckeren Lasagne und begleitet von gutem Wein (Heike hat es immer gesagt: wer lesen kann, kann auch kochen), unser  Wiedersehen gefeiert.
Es war sehr schön mit bzw. bei euch die ersten Tage zu verbringen. Der Indian Summer hat gehalten was er verspricht, die Gegend in der ihr eure Wahlheimat gefunden habt ist wunderschön, euer Heim ist ein Traum und ihr wart tolle Gastgeber. Super war, dass ihr Beide ein paar Tage Urlaub hattet, so dass wir gemeinsame Ausflüge in und um Asheville unternehmen konnten. Es war so schön euch wieder zu haben, dass wir uns kurzerhand entschlossen die Rundreise umzuplanen, um unser letztes USA-Wochenende auch mit euch zu verbringen (das Foto von dem Männer-Motorrad-Törn hat Maike ja schon ins Netz gestellt...). Es war wie Heimkommen, als wir 3 Wochen später, nach 3.500 Meilen und 2 platten Reifen wieder in Hendersonville ankamen.
Wir haben unterwegs soooo viel gesehen (von Alamo über die Blue Ridge Mountain zu Country Music, Elvis, Jazz, Nasa und diverse Südstaatenvillen), dass wir nicht nur gefühlt  tausend Erinnerungsfotos haben, sondern  auch dank Sandy einen spannenden Rückflug von Charlotte über Chicago, Kopenhagen nach Hannover hatten.
In den letzten Tagen haben wir uns langsam vom Jetlag erholt und freuen uns auf Weihnachten, denn da kommen Maike und Patrick nach Deutschland. Ich hoffe wir können uns dann als Gastgeber revanchieren.
Danke euch beiden für die unvergesslichen Tage.

Marion und Friedrich

Sonntag, 4. November 2012

Halloweenschreck Sandy

Das Thema Nummer eins in den Nachrichten der letzten Tage: Hurricane Sandy. Und das obwohl wir hier wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl stehen, etwas das normalerweise niemand aus den Schlagzeilen verdrängt! Zum Glück haben wir hier in den Bergen nichts weiter abgekriegt als ein paar kräftige Windböen. Das Wetter hier war für zwei Tage in etwa so, wie wir den Herbst aus Deutschland kennen. Grau und stürmisch und es sind ein paar Bäume umgefallen. CNN zeigte aber ganz andere Bilder von der Küste, besonders rund um New York. Ihr habt ja sicher auch Bilder in der Tagesschau gesehen, es muss schrecklich gewesen sein und jetzt, nach dem Sturm, sieht man auch, dass die ganzen Sicherheitsvorkehrungen die dort getroffen wurden ganz und garnicht übertrieben waren. Viele Leute dort haben immernoch keinen Strom und fließend Wasser, es geistern Bilder durch die Nachrichten auf denen zu sehen ist wie Haie durch die Straßen und U-Bahn Tunnel in Manhattan schwimmen, verrückt! Vorgestern hatte ich eine Email vom Roten Kreuz, wenn ich nicht inzwischen arbeiten würde hätten sie mich für zwei Wochen nach New Jersey geschickt als Katastrophenhelfer. Leider hab ich dafür nun keine Zeit, das hätte ich gern gemacht.Naja, wie gesagt alles gut überstanden, meine Eltern mussten zwar ihren Rückflug nach Deutschland umbuchen, sind aber über kleine Umwege gut nach Hause gekommen.

Vor der Heimreise haben sie noch ein Wochenende hier bei uns verbracht und während die Männer eine Motorradtour gemacht haben (von der sie später total verfroren zurück kamen), waren meine Mum und ich fleißig und haben Halloween Kürbisse geschnitzt. In diesem Jahr haben wir sogar eine elektrische Säge (den Pumpkinmaster 2000) dafür gekauft. Handarbeit ging dann aber irgendwie doch besser, Schnatt weiß wovon ich rede, ne?

Hier also unsere Kunstwerke, von der leckeren Kürbissuppe mal ganz zu schweigen. Wer einen Trick kennt, mit dem man die Kürbisse etwas haltbarer machen kann, immer her damit! Sie sind wie letztes Jahr schon nach wenigen Tagen reif für die Mülltonne.

Ja und dann noch die Neuigkeit des Tages! Wir haben endlich ein zweites Auto gekauft. Wir überlegen ja schon seit Wochen und Monaten hin und her was es denn nun sein soll, sind Pickups, Jeeps und Cadillacs probegefahren und haben doch nichts gekauft. Heute war es endlich soweit! Wir sind nach Sevierville Tennessee gefahren (das sind so etwa 2 h von hier) und da stand sie:

Ein 1972er Ford Mustang, V8 5,8 liter 270 PS, sau geil! Die Frau, die den Wagen zum Verkauf angeboten hat war den Tränen nahe als sie mit Patti Geld gegen den Schlüssel getauscht hat. Er natürlich stolz wie Bolle, und ist die ganze Rückfahrt das breite Grinsen nicht mehr los geworden. Schon verrückt, das wir ein 40 Jahre altes Auto gekauft haben aber der Sound und das Feeling sind einfach total genial, das muss selbst ich zugeben ;-)