So, weiter geht's!
Ich habe also in München morgens erstmal den Muck müde gejagt, damit er den größten Teil des neun stündigen Fluges verschläft. Nach zwei Stunden Hunderunde um den Münchener Flughafen herum ging es los. Die Sachen ins Auto, ein wenig Aufregung machte sich breit.
Am Flughafen angekommen war schon eine risenlange Schlange am Check-in, wir hatten uns gerade angestellt mit unserem ganzen Kram (So eine Hundebox passt übrigens kaum auf einen Gepäcktrolley), da wurden wir aus der Schlange gewunken. Sperrgepäck checkt man woanders ein, dort war keine Schlange, also kurz dem Hund gedankt und zum Schalter gestiefelt. Nachdem wir die Taschen losgeworden waren haben wir dem Muck nochmal schnell einen Baum gesucht und seinen Wassernapf aufgefüllt. Anschließend wurde die Hundebox von einer Sicherheitsfrau unter die Lupe genommen, Muck konnte einsteigen und wurde zum Flieger gebracht. Ein wirklich sehr ekliges Gefühl den eigenen Hund irgendwelchen Fremden mit zu geben ;-(
Nachdem wir alle Sicherheitskontrollen hinter uns gebracht hatten (was mit einer Kamera und drei Laptops im Handgepäck übrigens seine Zeit dauert ;-)), warteten wir mit Blick auf unseren Flieger auf das Boarding. Wir konnten von der Fensterscheibe aus sogar den kleinen Muck in seiner Kiste auf dem Rollfeld stehen sehen.
Beim Einsteigen habe ich dann nachgefragt ob mein Hund auch wirklich mit an Bord ist. Eine sehr nette Stewardess berichtete mir, dass der arme Kerl wahnsinnig nervös gewesen wäre in seiner Kiste. Naja, war zwar nicht mehr zu ändern aber ich hab mir natürlich trotzdem einige Zeit Sorgen gemacht ob es wirklich so eine gute Idee war den armen Köter quer über die halbe Welt mitzuschleppen...
Der Flug war lang und etwas ruppig, wir mussten uns drei mal zwischendurch aufgrund von Turbulenzen anschnallen und irgendwie auch einmal im Großraum Frankfurt so eine Art Ausweichmanöver fliegen (oder was immer die da vorne veranlasst hat mal eben schnell einige Höhenmeter zu verlieren).
Endlich in Charlotte angekommen, kamen uns die Passkontrolle und die Gepäckabholung ewig vor, wir wollten doch endlich den Muck wieder haben. Schließlich stand einsam und verlassen neben dem Gepäckband unsere Hundebox, der Pöks noch drin und soweit ok. Er hat sich zwar wahnsinnig gefreut uns wiederzusehen, war aber nicht völlig aufgelöst, also alles gut. An einem Schalter sollten nur noch kurz seine Papiere kontrolliert werden und ich sah uns schon draußen einen Baum suchen. Leider konnte der Beamte am Schalter den Impfpass nicht wirklich deuten und wollte den Muck wegen einer fehlenden Tollwutimpfung nicht einreisen lassen *schluck* Nach kurzem Schreck (ich hab schon überlegt ob die wohl Menschen auch in den Quarantäneboxen übernachten lassen) konnte ich dann doch den richtigen Stempel vorweisen und erklären, dass rabies = Tollwut ist. Der Muck durfte also einreisen *puh*
Der war vielleicht froh, endlich aus der Kiste raus zu dürfen ;-) Geschlafen hat er glaube ich während des Fluges nicht so sehr viel, er ist jedenfalls im Fußraum unseres Mietwagens sofort erleichtert seufzend eingepennt, mit dem Kopf auf meinem Fuß.
Hier in Hendersonville angekommen haben wir erstmal ganz kurz eingekauft (Hunde- und Menschenfutter) und unser neues Haus inspiziert. Sehr schön hier und sicher noch schöner wenn unsere Möbel da sind ;-)
Für die Nacht hat sich der Muck sofort in seiner Kiste zusammengerollt, scheint alles also nicht so schlimm gewesen zu sein, dass man die Box jetzt hassen müsste...