So, weiter ging es nach Florida!
Hier hatten wir für ein paar Tage ein Ferienhäusschen in Daytona Beach gebucht und wollten uns Orlando, Cape Canaveral und diese ganzen berühmten Touri-Attraktionen anschauen. Außerdem wollten wir im "Sunshine State" natürlich auch mal einen Nachmittag am Strand liegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Laut Beschreibung sollte das Häuschen nur wenige Schritte vom Strand entfernt sein und sowohl über Luftmatratzen als auch Kanus für Besucher verfügen, alles schien perfekt. Bis ich während der Fahrt richtung Süden die Tageszeitung aufschlug... Das Satellitenbild für den Wetterbericht zeigte strahlenden Sonnenschein für ganz Nord Amerika, einzige Ausnahme: Florida! Über dem Sunshine State braute sich ein tropischer Sturm zusammen, der noch zu überlegen schien ob er ein richtiger Hurrican werden sollte. Je weiter wir nach Süden fuhren, desto schlechter wurde das Wetter, wir saßen im Auto und konnten es kaum glauben...
Da wir als verwöhnte Europäer kaum Erfahrung mit Tropenstürmen hatten, haben wir die Vermieterin des Ferienhauses angerufen, bevor wir die Grenze nach Florida erreichten. Laut ihrer Aussage wäre in Florida alles in Ordnung, bisschen windig aber kein Grund einen Urlaub umzuplanen. Sie versicherte uns glaubhaft es wäre nur ein ganz kleiner Sturm und morgen sollte schon wieder schönes Wetter sein. So etwa eine Stunde bevor wir Daytona Beach erreichten hörte es nicht mehr auf zu regnen und es wurde immer stürmischer. Der Wetterberichtsfutzi im Radio verriet schonmal den Namen, den sie aussuchen würden, wenn der Tropensturm ein Hurrican werden würde und die Stimmung im Auto war nicht gerade auf ihrem Höhepunkt...
Wir sind trotzdem weitergefahren und haben als wir die
Küste erreichten erstmal erstaunt aufs Meer geschaut. Der Strand war Menschenleer, die Wellen riesig und der Wind war so warm, dass man in kurzer Hose rumlaufen konnte. Da aber niemand begann die 1.000 Hotels direkt am Strand zu evakuieren sind wir losgezogen um unser Ferienhäuschen in der dritten Reihe zu suchen. Was wir fanden war sehr niedlich, modern eingerichtet und gefiel allen sofort, also beschlossen wir zu bleiben und das Beste draus zu machen. Den Abend haben wir mit einem köstlichen Essen im "Olive Garden", einigen DVDs die wir im Haus gefunden hatten und einer Flasche Wein verbracht. Als Patti und ich am nächsten Morgen loszogen um den Hund zu lüften war der Sturm noch etwas stärker geworden. Überall lagen große Palmblätter und Äste herrum, vom breiten Sandstrand war nur noch ein schmaler Streifen zu sehen, so hoch schlugen die Wellen. Wir kamen uns eher vor wie in Dänemark als in Florida ;-) Und ich musste an Julias Worte denken: "Grüß den Sunshine State von mir wenn du da bist!" Äh ja, hab ich gemacht liebe Julia ;-P
Da es aber gerade nicht regnete haben wir uns nach Hunderunde und Geburtstagsfrühstück auf den Weg zum Cape Canaveral gemacht. Dort angekommen fährt man das letzte Stück des Weges auf einer Straße direkt am Wasser, hier war der Sturm besonders beeindrucken. Während wir noch staunend aus dem Fenster schauten fing es an zu schütten. Es regnete so stark, dass die Scheibenwischer kaum hinterher kamen und das Navi verkündete fröhlich: "Sie haben ihr Ziel erreicht!" Ein neues Simmungstief war ebenfalls erreicht. Da ist man schonmal zu seinem Geburtstag in Florida und dann sowas! Während wir noch im Auto berieten ob wir gleich sofort wieder umdrehen sollten oder wenigstens erst einer an der Kasse fragen geht ob vielleicht auch vieles überdacht ist hier, hat wohl jemand den Schalter von "EsregnetwieausEimern" auf einen normalen, erträglichen Regen umgestellt.
Wir sind also schnell rein ins NASA Zentrum und haben uns zuerst alles angeschaut was draußen zu besichtigen war. Beeindruckend, wie groß so eine Rakete dann doch ist wenn man im "Rocket-Garden" direkt daneben stehen kann...
Außerdem fahren sie einen in großen Bussen quer über das ganze NASA Gelände und man kommt an mehreren Zwischenstops (die natürlich mit Giftshops versehen sind) erstaunlich nah an die Raketenabschuss-Rampen herran.
Der nächste geplante Start sollte nur gute drei Wochen nach unserem Besuch stattfinden und im Bild links sieht man was schon alles aufgebaut worden ist dafür.
Neben Raketen, Antriebsdüsen, Abschussrampen und all diesen technischen Dingen findet man auf dem NASA Gelände auch eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren. Die NASA wurde zu einer Naturschutz-Ausgleichsfläche verpflichtet und so konnten wir neben unzähligen Vogel- und Reiherarten sogar Aligatoren und einen Weißkopfseeadler beobachten.

Da es dann aber auch schon wieder anfing zu regnen haben wir den Rest des Tages in überdachten Ausstellungen verbracht und zum Beispiel in der Enterprise herumgespielt. Da ich Geburtstag hatte durfte ich der Käptn sein, hehe!
"Energie!"
Den Abend verbrachten wir mit Pizza, Wein, Cranium und Jenga. Der Sturm wurde immer heftiger und neben Palmblättern flogen nun auch schon ab und zu auch Teile von Hausdächern durch die Gegend. Der ein oder andere kleine Stromausfall veranlasste uns mal das Haus nach Kerzen und Taschenlampen zu durchsuchen...
Am nächsten Morgen war es plötzlich schön draußen, viel weniger stürmisch und es hatte aufgehört zu regnen, so dass wir uns entschlossen in die Universal Studios nach Orlando zu fahren. Zu unserem Glück hatte das Wetter scheinbar viele andere Besucher abgeschreckt, sodass wir eigentlich nirgends allzulange in der Warteschlange stehen mussten.
Moritz beim Smalltalk mit Dr. Emmet Brown aus "Zurück in die Zukunft"

Der Mops aus "Men in Black"
Hier lauert der weiße Hai!
Dieses kleine Squirrel saß vor einem Haufen Chips und ließ sich von mir garnicht stören. Ich bin wie verrückt vor ihm auf dem Boden rumgerutscht um das beste Foto zu schießen aber das ließ diesen kleine Nager völlig kalt. Wahrscheinlich ist es Trubel gewohnt, wo es doch schließlich in Orlando, FL zu Hause ist ;-)
Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg nach North Carolina gemacht, schließlich wollen Nathalie und Moritz auch noch unser Haus sehen.
Auf den Weg dahin haben wir doch tatsächlich diese Gruppe Aasgeier am Straßenrand sitzen sehen. Wer mich kennt, weiß dass ich es mir nicht verkneifen konnte auszusteigen um mir das mal aus der Nähe anzusehen ;-)
Ich habe mir zwar unzählige Mückenstiche in den paar Minuten eingefangen (der hungrige Mückenschwarm war es wohl auch was die anderen im Auto warten ließ *lach*) aber diese Bilder waren es mir wert.


























